Meditation ist langweilig und frisst Zeit. So lautet ein häufiger Einwand, der Menschen daran hindert zu meditieren. Martin Boroson hat ein System entwickelt, welches dem entgegenwirkt. Man könnte sagen, er hat die Meditation an die westliche Welt angepasst, welche vor allem durch chronischen Zeitmangel charakterisiert wird.

Seine Art der Meditation dauert zunächst eine einzige Minute. Das sind 60 Sekunden. Er schlägt zwar noch ein Einleitungs- und Abklingritual vor, womit sich die Zeit vllt auf 2-5 Minuten erhöhen würde, zwingend nötig ist jedoch nur die “Basisminute”. Das Beste daran? Diese Zeit verkürzt sich mit zunehmender Erfahrung, bis man schlussendlich nur noch einen Augenblick benötigt, um Stille zu schaffen.

Ob man die Minute nun wirklich auf einen kurzen Moment verkürzen kann vermag ich nicht zu beurteilen, denn ich habe das System nur ein paar Wochen lang angewendet. Mit Gewissheit kann ich aber sagen: die Basisminute wirkt durchaus und baut Stress ab. Warum ich mich dennoch davon abgewandt habe? Meditation im klassischen Sinne bietet wesentlich mehr Vorteile. Meditiert man bis zu 30 Minuten (oder gar länger), lösen sich Verspannungen, Konzentrationsfähigkeit wird trainiert und Durchhaltevermögen geschult. Bei der one moment meditation jedoch bewirkt man (meiner Meinung nach) lediglich eine Entspannung. Daher ist das Verfahren durchaus eine gute Ergänzung, vor allem wenn Zeitknappheit herrscht, aber dennoch kein adäquater Ersatz.

Für Menschen mit Zeitmangel oder all jenen, die der gewöhnlichen Meditation nichts abgewinnen können, ist dieses Buch dennoch empfehlenswert.

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