Worte sind wertlos ohne Taten!Wir Menschen sind schon erstaunliche Blender. Täglich blenden wir uns selbst und andere. Wir wählen den Weg des geringsten Widerstandes und freuen uns dann über die enorme Vereinfachung. Unangenehme Wege beabsichtigen wir dann in der Zukunft zu beschreiten.

„In den Ferien fange ich an zu trainieren.“

 „Ich würde mich gerne gesund ernähren, aber gerade ist es ziemlich schlecht, habe viel zu tun.“

„Ich habe da eine super Geschäftsidee. Wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, werde ich mich darum kümmern.“

So oder so ähnlichen lauten sie, die über die Jahre perfektionierten Ausreden. Oft haben wir auch noch äußerst logische Argumente parat, die unsere Selbstblendung verschleiern.  

Das ist sie, unsere Generation. Viel reden, wenig handeln. Wir haben schon genauste Pläne, fixe Ideen, ausgeklügelte Weisheiten auf Lager. Aber was kommt dabei rum? Was wird wirklich umgesetzt? Meistens bleibt alles nur theoretisch, ohne jemals real zu werden. Meistens sind wir nur Träumer. Kühn im Wort, bescheiden in der Tat.

Handlungsunfähigkeit

Gefangen in einer Welt der Träume und Visionen gelingt es uns nicht, das Wesentliche auch wirklich umzusetzen. In der Realität finden wir stets einen Haken. Irgendetwas steht immer zwischen uns und unseren Träumen.

Häufig lähmt uns auch die Angst vor dem Versagen. Angst davor, durch Fehler alle Träume kaputt zu machen. So bleiben wir lieber in der Welt der Fantasie hängen, als zu handeln. Genauso verabschieden wir uns von einem erfüllten Leben, vergeuden unser Potenzial und werden immer besser darin Ausreden zu finden. Soll das unser Leben sein? Tiefgründig wie das Fernsehprogramm von RTL? Leidenschaftlich wie ein Nachrichtensprecher?

Stop!

Es gilt endlich entschlossen zu handeln. Den Mut zu finden Risiken einzugehen. Wir brauchen keine Angst vor Fehlern haben. Wir müssen uns nicht vor Veränderungen fürchten. Wirklich ängstigen sollte uns nur die Aussicht auf ein tristes, oberflächliches Leben weit entfernt von allem potenziell Möglichen. Jede zielgerichtete Handlung ist eine Gute. Ganz egal, ob wir dabei komplett versagen. Fehler sind die besten Wachstumsreize überhaupt. Ein riesiger Fehler wäre es, keine Fehler zu machen.

Mut zum Risiko

Auf dem Weg der Selbstverwirklichung werden wir immer schwere Entscheidungen treffen müssen. Wollen wir unsere Träume leben, müssen wir Veränderungen und die damit einhergehenden Unsicherheiten in Kauf nehmen. Dort wo die Angst liegt, verbirgt sich der richtige Weg. Der nächste Schritt sollte uns immer ängstigen, denn ansonsten war er einfach zu klein.

All die wohldurchdachten Wünsche und Ideen sind komplett wertlos, wenn wir nicht endlich anfangen zu handeln. Wir müssen nicht auf eine Änderung der äußeren Umstände warten, um anzufangen. Irgendetwas wird uns immer hindern. Der richtige Zeitpunkt wird nie kommen.

Viel zu oft lassen wir uns von Problemen den Weg versperren. Aber Probleme sind dafür da, gelöst zu werden. Sie lösen sich niemals von selbst. Sie lassen sich auch niemals ganz ausblenden. Wie ein riesiges Damoklesschwert schweben sie dauerhaft über unseren Köpfen, verfolgen uns überall hin, bis wir uns endlich entscheiden zu handeln.

Es macht auch keinen Sinn, Probleme vermeiden zu wollen. Sie finden uns immer. Mal mehr, mal weniger. Schlecht werden sie nur durch unsere Einstellung zu ihnen. Statt Hindernissen sollten wir  in ihnen Herausforderungen sehen – Widerstände, an denen wir wachsen können.

Jene Menschen, die Risiken bestmöglich meiden und bei jedem kleinen Widerstand sofort aufgeben und einen anderen Weg suchen, werden niemals erfolgreich. Sie werden nie etwas erreichen, nie die Welt prägen, nie erfüllt sein. Geplagt von der ewig andauernden Suche nach dem Weg des geringsten Widerstandes werden sie ihr Heil in Ausreden und Ablenkungen suchen. 

Es liegt an uns

Wir können Widerstände zu unseren Gunsten nutzen oder an ihnen brechen. Wie wir mit ihnen umgehen liegt allein an uns. Wir haben immer die Wahl: Aufgeben oder Wachsen.

„Ob du glaubst, du kannst es, oder es nicht glaubst – du hast Recht.“ Henry Ford

Wenn wir erfolgreich und glücklich werden wollen, dann müssen wir stets bestrebt sein zu handeln. Kein Problem ist zu groß, kein Einspruch zu stark. Wir müssen unsere Chancen ergreifen. Natürlich machen wir dabei Fehler. Aber es sind selten diese Fehler, die wir bereuen. Vielmehr bereuen wir nicht ergriffene Chancen. Es ist immer das nicht-Handeln, das über die Dauer unglücklich macht. Im ersten Moment freuen wir uns noch über den leichteren, angenehmeren Weg, aber Jahre später bedauern wir unsere verpassten Möglichkeiten. „Hätte ich doch bloß ….“.

Der einfache Weg darf nicht der unsere sein. Wir wollen glücklich werden, unsere Möglichkeiten nutzen, unsere Träume leben. Wir sind die Steuermänner. Wir haben die Wahl ob wir in der Kajüte in der Hängematte liegen und auf den nächsten Eisberg warten oder ob wir das Ruder in die Hand nehmen und rumreißen. Wollen wir wirklich auf die Katastrophe warten? Auf die Erkenntnis, unser Leben vergeudet zu haben? Wir müssen handeln! Jetzt!

(Foto: Janusz Klosowski  / pixelio.de)