Als Leser dieses Blogs wisst Ihr genau, was damit gemeint ist: IMMER ALLES zu geben!
Genau das war jahrelang auch meine Devise, und zwar im Sport wie auch im Leben. Ich bin jemand, der die Herausforderung sucht. Je schwieriger und mühseliger der Weg bis zum Ziel, umso mehr will ich wissen, ob ich das schaffe. Von Kindesbeinen an habe ich klassisches Ballett gemacht – ohne diese innere Haltung, ohne diese Resistenz gegen Schmerz und Plage hätte ich diesen Sport sicher nicht mehr als 35 Jahre betrieben. Doch ohne diese Haltung und Resistenz hätte ich mir auch nicht mehrmals an beiden Oberschenkeln Muskelfaserbündelrisse zugezogen, die mich letztlich zum Aufgeben zwangen. Nicht dass ich kein Ballett mehr hätte tanzen können, doch im Kopf zu wissen, wie sich eine Bewegung in Perfektion ausgeführt anfühlt, verglichen mit den übrig gebliebenen Möglichkeiten, die ein durch Verletzungen gezeichneter Körper hinterlässt, ist äußerst schmerzhaft und frustrierend; speziell in einer Sportart, die auf äußerste Beweglichkeit und Ästhetik angelegt ist. Da etwas zu finden, das einen in gleichem Maße befriedigt wie zuvor das Ballett ist schwierig. Was habe ich dieses Training geliebt! Die absolute Kontrolle über meinen Körper zu spüren – ein unbeschreibliches Gefühl. Ganz zu schweigen vom meditativen Charakter des Trainings gefördert durch die Musik und die vollkommene Konzentration auf sich selbst. Die Stille und Disziplin in einem Ballettsaal – das war meine Welt!

Neben Ballett machte ich jedoch auch schon Jahrzehnte zuvor andere Sportarten, allen voran Laufen. Allerdings muss man ehrlich sagen, dass Laufen und Ballett kontraproduktiv sind. Laufen macht dermaßen steif. Je älter ich wurde, desto mehr habe ich das gespürt. Doch das Naturerlebnis und das Gefühl der Tiefenentspannung nach einem Lauf sind eine „billige“ Quelle für Energie und einfach nicht zu verachten.
Für die Wahl, was an die Stelle von Ballett treten sollte, trat Laufen somit erst einmal wie selbstverständlich auf den Plan.

Sport auf einem neuen Level

Nach dem Tod meines Vaters vor knapp 3 Jahren , als ich das dringende Bedürfnis hatte, viel intensiver Sport zu machen quasi an meines Vaters statt, der Sport so sehr liebte und dies nun ja nicht mehr machen konnte, startete ich zunächst mit Matt Roberts („Schnell in Bestform“) durch und fand erstmals Gefallen an einem umfassenden Trainingskonzept.

Die Tatsache, dass mir jeden Tag vorgegeben wurde, was sportlich zu tun war, kam mir sehr zupass und ich spulte das Ganze – sagen wir zu 98% – lehrplanmäßig ab. Mit großem Spaß und respektablem Erfolg. Das war sozusagen der Startschuss, fortan Sport auf einem anderen Level zu betreiben, nämlich dahingehend, meine generelle Fitness fundamental zu erhöhen, und zwar in so vielen Disziplinen wie möglich.

Nach zwei Jahren hatte ich – Anfang dieses Jahres – allerdings Lust, noch eins drauf zu setzen, und nochmal ein deutlich fortgeschritteneres Fitnesslevel zu erreichen. Ich suchte nach einem passenden Programm und stieß auf Freeletics. Das war’s! Genau mein Ding! Mein ältester Sohn meldete sich mit mir am selben Tag an und wir legten los. Er abonnierte den Kraft-Coach, ich den Cardio-Coach.

Ich war wie angefixt! Dieses Credo, jedes Mal die Zeit vom vorherigen Mal zu schlagen, traf bei mir genau ins Schwarze… Wie gesagt, je anstrengender bis zum Ziel, umso besser! Es war super! Das härteste und herausforderndste Sportprogramm, was ich je absolviert hatte – großartig!
Dieses Ziel, bei vollkommen korrekter Ausführung die eigene bisherige Bestzeit jedes Mal zu schlagen, verlangt einem alles, aber auch wirklich ALLES ab – körperlich und vor allem mental! Man muss jegliche Schmerzen, das Brennen, die fehlende Luft usw. komplett ignorieren. Freeletics erfordert die totale Selbstüberwindung. Du kannst nicht mehr, willst nicht mehr, bist komplett am Ar#, aber auf dem Zettel steht „noch 100 Burpees“.

Leistungssteigerung durch Selbstüberwindung

Ich steigerte mich so sehr in dieses Programm, dass ich regelmäßig Angst vor den Workouts hatte; die reinste Prüfungsangst. Doch die hielt mich bislang noch nie davon ab, etwas zu versuchen. Der Reiz liegt ja genau darin, sich seiner Angst zu stellen und dadurch über sich hinauszuwachsen.  Ich wollte die Erfolge, die Freeletics versprach, unbedingt erreichen und war deshalb mehr als bereit, die Herausforderung dieses Programms zu stemmen. Wie schon gesagt, ich habe 35 Jahre lang Ballett gemacht und in dieser ganzen Zeit keinen einzigen Auftritt erlebt, wovor ich nicht Angst in Form von Lampenfieber gehabt hätte…

Am Anfang bis etwa Woche 6 erlebte ich eine unglaubliche Steigerung meiner Leistung, zum Teil bis zu 30%! Das befeuerte mich dermaßen und riss mich mit enormem Schwung mit. Ich dachte, alles sei möglich! Ich war unglaublich stolz auf mich, in welcher Zeit ich die Workouts durchziehen konnte, wie ich die Bewegungsabläufe perfektionierte, um Reibungsverluste zu vermeiden und Zeit zu sparen. Wie ich Level um Level empor stieg. Klasse!!! Am liebsten hätte ich alle zu Free-Athleten gemacht vor lauter Begeisterung.

Nicht ohne Nebenwirkungen

Allerdings erlebte ich etwa zur gleichen Zeit auch erste negative Konsequenzen auf einem ganz anderen Gebiet –weshalb ich das lange Zeit ignorieren konnte: Durch das hochintensive Training kam mein Hormonhaushalt völlig durcheinander. Mein Prolaktinspiegel stieg so sehr an, dass ich während des Trainings nicht selten ein Gefühl bekam, als würde mir Milch einschießen – ich habe drei Kinder gestillt, ich weiß, wovon ich rede. Dieser hohe Pegel des Prolaktins hatte dann zur Folge, dass mein Zyklus durcheinander kam und sich auf unter drei Wochen verkürzte. Als ich dies realisierte machte mir das zwar ein bisschen Sorge, aber anfangs maß ich dem Ganzen keine allzu große Bedeutung bei.

Neue mentale Impulse

Auf der Facebookseite von Freeletics werden regelmäßig Bilder von Free-Athleten gepostet mit Mut machenden und anfeuernden Parolen. Wenn man weiß, was es heißt, diese Workouts zu machen, wie viel sie einem abverlangen und wie sehr man die Zähne zusammen beißen muss, um sie zu schaffen, können einem diese Bilder tatsächlich unter die Haut gehen. Mir ging es zumindest so… Ein Slogan hatte es mir besonders angetan:

It’s not who you are that holds you back, it’s who you think you are not.

Das traf bei mir mitten ins Herz. Diese trügerische Gewissheit seiner Selbst. Dieses sich selbst boykottieren, indem man sich klein macht – und sei es nur in den eigenen Gedanken – das zu überwinden war fortan mein erklärtes Ziel. Freeletics war dabei der zündende Funke, was die körperliche Seite betraf. Deshalb schaffte ich es auch, mich lange Zeit über die Grenzen meines Körpers hinwegzusetzen.

Meine Fortschritte

Sämtliche Workouts sind nach griechischen Göttern benannt, also Aphrodite, Dione, Iris, Hera, Zeus, Artemis usw. Aphrodite ist das elementarste Workout, das gewissermaßen den Einstieg ins Programm  darstellt, weil es eines der ersten und aus meiner Sicht effektivsten Workouts ist. Bis zum Ende des 15-wöchigen Programms hatte ich es sicher 40-50mal gemacht.
Es beinhaltet 5 Runden bestehend aus Burpees, Squats und Sit-ups. In der ersten Runde werden die drei Übungen jeweils 50mal ausgeführt, in der 2. Runde 40mal, in der 3. Runde 30mal, in der 4. Runde 20mal und in der 5. Runde 10mal, sodass man am Ende jede einzelne Übung insgesamt 150mal ausgeführt hat, also 150 Burpees, 150 Squats und 150 Sit-ups.
Meine allererste Zeit für dieses Workout war irgendetwas um die 45-48 Minuten. Meine beste Zeit am Ende des Programms waren 21 Minuten und ein paar Sekunden – in weniger als 15 Wochen konnte ich meine Geschwindigkeit bei diesem Workout also mehr als verdoppeln! Mit dem Fortschritt meiner Leistung konnte ich also mehr als zufrieden sein, die ganze Sache hatte aber leider eine nicht unerhebliche Schattenseite.

Am Limit

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich regelmäßig Angst vor den Workouts hatte: Meine Hände wurden feucht, mein Puls ging hoch, ich musste ständig aufs Klo, bevor es los ging – richtigen Prüfungsstress! Und das fünfmal pro Woche! In den ersten Wochen hielt ich das, wie gesagt, noch irgendwie aus, getragen von der Euphorie meiner sich ständig verbessernden Leistung. Doch mit zunehmendem Voranschreiten des Programms setzte ich mich immer mehr unter Druck. Ich wollte meine Bestzeit vom vorherigen Mal um jeden Preis schlagen! Wenn’s schwer wurde, gab ich erst recht Gas, biss mich durch die Übungen und holte so Minute um Minute raus.
Wenn allerdings der Atemrhythmus auf einem Niveau ist, an dem Du denkst, die Luft, die Du mit einem Zug einatmen kannst, reicht beim besten Willen nicht, wenn der Puls so hoch ist, dass Du ein bisschen Angst um Dich bekommst, ist das nichts mehr, das mit Spaß zu tun hat. Zu diesem Zeitpunkt verlangten mir die Workouts so viel ab, dass ich den Rest des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen war. Ich schonte mich quasi, um das nächste Workout wieder ein paar Sekunden schneller schaffen zu können. Mein Leben war vollkommen aus der Balance – allem voran mein Körper, doch das wollte ich nicht wahr haben. Bis Woche 13 kam.

Turnaround

Ich wollte mich einfach nicht länger so sehr quälen. Ich war so unendlich müde, hatte kaum noch Energie – mit verursacht durch den stark verkürzten Zyklus und dem damit zusammenhängenden Blutverlust – das war schlichtweg zu viel! Trotz dieser Dauermüdigkeit konnte ich erstaunlicherweise jeden Tag aufs Neue Bestleistungen beim Training abrufen, doch insgesamt fühlte es sich für mich nicht so an, in der Form meines Lebens zu sein – oder auf dem Weg dahin. So konnte und wollte ich nun wirklich nicht weiter machen.

Mein Sohn absolvierte wie gesagt zur selben Zeit seinen Kraft-Coach, den er scheinbar mühelos schaffte. Er hatte sich nicht so in dieses Bestzeitgehetze verbissen wie ich und seine Workouts waren per se einfach insofern weniger anstrengend, als dass es bei ihm eben um Kraft und weniger um Geschwindigkeit ging. Wenn 100 Liegestützen gefordert sind, regelt sozusagen das Muskelversagen die Geschwindigkeit. Doch beim Cardio-Coach ist allein der Kopf für das Tempo verantwortlich. So lange Du die Atemnot ignorieren kannst, kannst Du weitermachen – im Extremfall bis Du umfällst.

Ab Woche 12/13 machten mein Sohn und ich gemeinsam mit meinem Coach weiter, da er das Gefühl hatte, ihm fehlte eine bessere Rumpfstabilität, die sich – wie ich fand – prima durch die Übungen des Cardio-Coaches aufbauen ließ. Einmal trainierten wir in Echtzeit zusammen und ich ging die Sache dabei etwas lockerer an, ließ meine Bestzeit Bestzeit sein. Dabei stellte ich fest, dass das Workout jeglichen Schrecken, den ich ihm durch meinen übersteigerten Ehrgeiz eingehaucht hatte, verlor.
Und in diesem Moment beschloss ich, die Workouts einfach generell etwas langsamer anzugehen und insgesamt lockerer zu bleiben, um mich auf diese Weise wenigstens in kleinen Schritten weiter zu verbessern.
Ich konnte dieses affenartige Tempo wirklich keinen Tag länger durchhalten. Was in Woche 13 neben meinem Körper schließlich auch mein Verstand begriffen hatte. In Folge dieses Sieges der Vernunft brach ich das Programm nach 14 ½ Wochen von 15 ab. Woche 15 hätte bedeutet täglich drei Workouts an sieben Tagen zu absolvieren – wo mir doch bereits eines ausreichte, um mich umzuhauen.

Die Lehre daraus

Dieses Programm hat mir eine unschätzbare Lektion erteilt: Es nützt nichts, sich nur in einem Bereich seines Lebens zu verbessern, nur in einem Bereich seines Lebens ein Level ums nächste zu erreichen und andere Bereiche dadurch zu vernachlässigen; schon gar nicht wenn dieser andere Bereich die eigene Gesundheit ist. Ich habe erkannt, dass das nächste Level manchmal nicht höher, schneller, weiter, besser, sondern gleichmäßiger und besser ausbalanciert heißen kann.

Für mich hat sich als richtig erwiesen, dass es nicht um bedingungslosen Fortschritt in der Entwicklung eines Menschen geht. Ich orientiere mich seit längerer Zeit an Pindar, einem griechischen Dichter, von dem in leichter Abwandlung der Satz überliefert wurde:

Werde, der Du bist.

Dies bedeutet für mich, all meine Talente und Eigenschaften in ihrer Gesamtheit gleichzeitig so zur Entfaltung zu bringen, dass möglichst jede einzelne maximal entfaltet ist, ohne dabei andere negativ zu beeinträchtigen oder zu stören. Das heißt, die Aufgabe meines Lebens ist es, ein Ich freizulegen, das jedem in meinem Kern angelegten Talent Raum zur Wirkung und Befriedigung gibt. Sport und Fitness sind eine Eigenschaft, ein Betätigungsfeld neben anderen, für die Beurteilung dessen, wer ich bin, gleichermaßen bedeutsamen Bereichen.
Wenn ich nun so sehr auf Sport fokussiert bin, dass ich meine Gesamtenergie unausgeglichen verteile, werde ich Teile meines Selbst brach liegen lassen und/oder vernachlässigen müssen. Dies würde zu einem unausgewogenen, schlecht ausbalancierten Zustand führen, der sich einerseits nicht halten ließe und andererseits nicht zu einer maximalen Entfaltung all meiner  vielfältigen Eigenschaften beitragen könnte – genau so ist es geschehen. Die Überfokussierung auf Sport bzw. das Übermaß an Energie, das ich in das Programm von Freeletics gesteckt habe, hat dazu geführt, dass ich nicht nur meine Gesundheit gefährdet habe. Auch mein gesellschaftliches Leben ging zurück, was sich so weit auswirkte, dass ich nur noch ein Gesprächsthema kannte: Freeletics – dieses Thema hatte gänzlich von mir Besitz ergriffen. Die Dinge waren aus der Balance.

Leben in Balance

Für mich ist das Leben keine Balkenwaage, auf der rechts genauso viel liegen sollte wie links, sondern vielmehr eine Scheibe, die man auf einem Bleistift balancieren muss. Wobei der Bleistift die eigene Energie und die Endlichkeit der eigenen Ressourcen darstellt. Es gibt in allen Richtungen Dinge, die ausbalanciert werden müssen. Diese in der Balance zu halten UND sich dabei weiterzuentwickeln, das ist die eigentliche Kunst und Herausforderung!

Die Konsequenz, die ich aus dieser hochintensiven Erfahrung mit Freeletics gezogen habe, ist die, dass ich mein Sportpensum so angepasst habe, dass ich mein Fitnessniveau halten kann. Und es zu halten, ist von nun an mein Ziel – ich werde nicht jünger und bin längst keine 20 mehr. Das heißt, die Zeit arbeitet gegen mich. Wenn ich mit 80 immer noch eine Aphrodite schaffe, habe ich mein Ziel erreicht…

Ich habe mir neue Bereiche meines Lebens vorgenommen, die verkümmert waren, da ich meine Energie über viele Jahre nicht optimal aufgeteilt habe. So befriedige ich seit kurzem meine Leidenschaft für Fremdsprachen wieder und belege seit diesem Semester Veranstaltungen in Französisch als Gasthörerin an der Uni. Diese Möglichkeit besteht nur, weil auf einer anderen Seite der Scheibe Zeit und (besonders im Fall von Freeletics) Energie frei wurde, die ich neu investieren kann. Wenn dies bedeutet, dass ich eine Aphrodite anstatt in 21 Minuten in 25 oder 28 machen muss, um genau diese Ressourcen übrig zu haben, dann ist mir das diese Verschlechterung wert. Denn die Gewissheit, fließend Französisch sprechen zu können, befriedigt mich langfristig mehr als die höhere sportliche Leistung.

Das Setting optimieren

Ich stelle mir mein Leben seit einiger Zeit als Setting vor, das aus vielen kleinen, zum Teil vollkommen unterschiedlichen Bausteinen besteht, von denen jedoch jeder einzelne wichtig für meine Zufriedenheit und mein Glück ist und im Sinne Pindars entfaltet werden will. So knüpfe ich mir Lebensbereich um Lebensbereich vor und überprüfe, ob dort Balance herrscht, und wenn nicht, überlege ich, was zu einer erhöhten Balance beitragen könnte.

Um nochmal das Beispiel Sport und Freeletics zu bemühen: Hin und wieder mache ich noch ein Freeletics Workout, weil ich wissen will, ob ich es noch kann. Aber ich laufe auch wieder mehr, mache Intervalltraining oder Drills, schwimme, fahre Rad, mache einige Workouts von Matt Roberts und was mir sonst noch einfällt. Durch die vielen Programme, die ich in den letzten Jahren absolviert habe, konnte ich unheimlich viel dazu lernen und kann mir inzwischen selbst meine Workouts zusammenstellen und die verschiedenen Disziplinen entsprechend ausbalancieren.

Nach demselben Schema habe ich meinen Job optimiert, indem ich neben meinem Hauptjob, den ich aufgrund der Tatsache, dass ich selbständig bin, etwas herunterfahren konnte, Luft für einen Nebenjob geschaffen habe. Diesen fülle ich zwar nur zweimal im Jahr für einige Tage aus, aber er hat mit meiner größten Leidenschaft, der Mode, zu tun. Diese scheinbar unbedeutende Veränderung versöhnt mich allerdings mit den Kompromissen, die ich in meinem Hauptjob eingehen muss, und erhöht wiederum ein Stückweit die Balance. Durch derartige Maßnahmen stelle ich eine Balance sowohl innerlhalb aber auch zwischen all den unterschiedlichen Bereichen meines vielfältigen Lebens her.

Dieses – noch in vielen anderen Bereichen – nach genau diesem Schema neu arrangierte Setting gibt mir Halt und macht mir Mut, neue Themen anzugehen und Pläne zu schmieden, die einen lang gehegten Traum Realität werden lassen können. Habe ich das alles durch Freeletics gelernt? – Nein, ich habe es gelernt, weil ich meine Grenzen gespürt habe, und erkannt habe, dass höher, schneller, weiter, besser nicht immer das oberste Ziel ist.

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